Am Samstag, den 16. August 2025, fand auf der „Obweinalm“ im abgelegenen Märzengrund eine großangelegte, bezirksübergreifende Einsatzübung statt. Beteiligt waren die Bergrettungen der Ortsstellen Kaltenbach und Zell am Ziller, Hundeführer aus den Bezirken Schwaz, Kitzbühel, Landeck, Osttirol sowie aus Südtirol, die Freiwilligen Feuerwehren Stumm und Uderns (Lageführung) sowie die Polizei.
Insgesamt nahmen 29 Bergretter:innen, 13 Hundeführer:innen mit Suchhunden, 17 Mitglieder der Feuerwehr, 6 freiwillige Helfer:innen sowie 12 Figuranten teil. Zusätzlich wurden 6 Junghunde außerhalb der Übung trainiert. Ein Polizeibeamter begleitete die Übung als Beobachter.
Anspruchsvolle Szenarien
Im Mittelpunkt standen drei verschiedene Schadenslagen, die zeitgleich abgearbeitet werden mussten:
-
Blitzeinschlag in einen Baum mit mehreren verletzten Personen und einer eingeklemmten Person, deren Rettung nur mit schwerem Gerät möglich war.
-
Forstunfall mit mehreren Vermissten, bei dem Suchhunde und Bergretter mehrere verletzte Arbeiter im Gelände auffinden und sichern mussten.
-
Medizinischer Notfall bei einem Jäger, der eine Reanimation erforderlich machte und bei dem weitere verletzte Personen geborgen werden mussten.
Alle Szenarien verlangten ein enges Zusammenspiel zwischen Feuerwehr, Bergrettung und Hundestaffeln.
Fokus auf Zusammenarbeit und Lageführung
Die Feuerwehr Uderns übernahm bei dieser Übung die Lageführung und unterstützte die Koordination der einzelnen Einsatzabschnitte. Gerade bei parallelen Einsatzszenarien ist eine funktionierende Führungsebene entscheidend, um Ressourcen sinnvoll einzusetzen und den Überblick zu behalten.
Realistische Rahmenbedingungen
Ein Großteil der Übung fand auf Flächen der Österreichischen Bundesforste statt, die für diese Ausbildung eigens zur Verfügung gestellt wurden. Dadurch konnten die Einsatzkräfte unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren – ein wichtiger Faktor, um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.
Ein Dank geht an alle Einsatzorganisationen für die reibungslose Zusammenarbeit!
Bilder: © zillertal.foto




