3. September 2016 Jakob Gruber

Übungsnachmittag 2016

Der mittlerweile schon zur Tradition gewordene Übungsnachmittag der Freiwilligen Feuerwehr Uderns fand diesen Samstag, den 03. September, bei strahlendem Sonnenschein statt.

Wie der Name schon verrät wurden unsere Frauen und Männer den ganzen Nachmittag bis in die Abendstunden von 13:00 bis 19:00 vor unzählige Herausforderungen gestellt, die von der Übungsvorbereitung in insgesamt 6 Szenarien verpackt wurden.

 

Szenario 1: KAT-Einsatz

Die erste Übung in der Serie behandelte das Thema Katastropheneinsatz mit Einbindung unseres kürzlich erweiterten und bereits zum Einsatz gekommenen KAT-Lagers am Uderner Bauhof. Am Kupfnerberg kam es dabei zu einer Verklausung, welche ein Wohnhaus bedrohte. Der Hang wurde durch eine Abdeckung mit Planen von weiterem Abrutschen gesichert und zuströmendes Wasser mit Schaltafeln und Sandsäcken in die Kanalisation geleitet.

im Einsatz: LF-B, LAST, MTF

 

Szenario 2: Fahrzeugabsturz in Montagegrube

Beim zweiten Szenario des Tages, welches zeitgleich mit dem Dritten stattfand, galt es, einen KFZ-Mechaniker, der in einer Montagegrube durch ein abstürzendes Fahrzeug eingeklemmt wurde, möglchst schonend zu bergen. Dabei wurde das Fahrzeug durch unterbauen, Unterlegkeile und eine Sicherung mit Gurten und Schlupfen vor weiterem Abstürzen gehindert. Anschließend kam das Hebekissenset zum Einsatz. Mithilfe dessen konnte das Fahrzeug langsam von der Kante der Montagegrube weggedrückt werden und der Verletzte schlussendlich aus seiner misslichen Lage entfernt werden.

im Einsatz: LF-B

 

Szenario 3: Verrauchtes Gebäude – Unklare Situation

Die Mannschaft des TLF wurde inzwischen zu einem Kleinbrand in die Volkschule Uderns gerufen. Dort kam es zu einer starken Rauchentwicklung, deren Ursprung in der Anfangsphase noch nicht bekannt war. Somit ging ein Atemschutztrupp mit HD vor, um den Herd zu finden und abzulöschen. Durch eine Überdruckbelüftung und das Schaffen einer geeigneten Abluftöffnung herrschte in den Räumlichkeiten schnell bessere Sicht und somit konnte die Quelle schnell lokalisiert und bekämpft werden.

im Einsatz: TLF, MTF

 

Szenario 4: Ölaustritt Fließgewässer

Aus ungeklärter Ursache gerieten nahe des Gerätehauses große Mengen an Öl in den Gießenbach. Die Mannschaft des LF-B und die des LAST leiteten umgehend die erforderlichen Maßnahmen ein, um eine weitere Ausbreitung des Schmiermittels zu verhindern. Es wurden eine Ölsperre errichtet und schwimmfähiges Ölbindemittel aufgebracht und somit das ausgetretene Öl gebunden und aus dem Gewässer gebracht werden.

im Einsatz: LF-B, LAST

 

Szenario 5: Brand Greenkeeperstation

Wieder wurde das TLF zeitgleich zu einem anderen Einsatz gerufen. Dabei handelte es sich um einen Brand in der Greenkeeperstation am Uderner Golfplatz. Bei eintreffen der Einsatzkräfte war das Gebäude größtenteils verraucht. Somit wurde ein ATS-Trupp mit Hochdruckstrahlrohr in das Gebäude geschickt um die Situation zu erkunden. Es wurde festgestellt dass es sich bei dem Brand um einen großflächigen Glimmbrand in den Wänden der Fahrzeughalle handelt. Somit kam unsere Fognail zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein System, welches durch Löschlanzen fein verstreutes Löschwasser in Zwischenräume einbringt. Verwendet werden kann dieses System auch zur Brandbekämpfung durch Türen, ohne die Tür zu öffnen. Damit können größere Bereiche rauchfrei gehalten werden. Das Fognailsystem führte schlussendlich zum Erfolg und nach Belüftung und Kontrolle mittels Wärmebildkamera konnte die Übung abgeschlossen werden.

im Einsatz: TLF, MTF

 

Szenario 6: Tiefgaragenbrand Gassfeld

Beim letzten Szenario wurden wieder alle Kräfte gebündelt und unterstützt durch die Drehleiter Fügen und Stumm zu einem Tiefgaragenbrand im Wohnblock Gassfeld alarmiert. Dabei kam es zu einem KFZ-Brand im letzten Winkel der Tiefgarage mit mehreren vermissten Personen. Unter Atemschutz wurde in die Garage mit C-Angriff vorgegangen. Währenddessen wurde zudem ein Aussenangriff und eine Wasserversorgung aufgebaut und mithilfe der zwei Drehleitern Personen aus den oben liegenden Wohnungen geborgen, welche durch das verrauchte Stiegenhaus nicht mehr flüchten konnten. In der Tiefgarage selbst wurden zwei Personen aus der verrauchten Atmosphäre gerettet, bevor mit der Brandbekämpfung begonnen werden konnte. Durch eine zeitschnelle Überdruckbelüftung konnten schnell große Teile der großen und verwinkelten Tiefgarage rauchfrei gemacht werden. Nachdem auch alle Personen von den oben liegenden Wohnungen geborgen und dem tückischen Brand Herr geworden wurde konnte der Übungsnachmittag 2016 abgeschlossen werden.

im Einsatz: TLF, LF-B, LAST, MTF und DLK Stumm, DLK Fügen

 

Nach Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft wurden unsere Mitglieder verdient nach den schweißtreibenden Übungen, wie alle Jahre mit einem Spanferkel der Metzgerei Gasser verwöhnt.

Stichwörter: